Jeder kennt das unangenehme Völlegefühl im Oberbauch: der ganze Bauch wirkt aufgebläht und es ist, als würde der Magen gleich platzen. Nach großen Mahlzeiten kommt es häufig zu einem Blähbauch - vor allem bei fettigen Speisen, Kohl oder Bohnen. Dann verschwindet das Völlegefühl nach wenigen Stunden wieder.

Ein Völlegefühl im Oberbauch kann verschiedene Ursachen haben:

  • Hormonumstellung in den Wechseljahren
  • Einnahme von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln
  • Ernährungsweise, die die Verdauung belastet.

Im Folgenden werde ich dir jeden Punkt genauer erläutern.

Was sind die Wechseljahre eigentlich

Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. Meistens treten sie ein, wenn du ungefähr fünfzig Jahre alt bist. Dein Körper produziert jetzt keine Eizellen mehr, weil er weiß, dass er nicht mehr leistungsfähig genug ist, um ein Kind auszutragen. Wahrscheinlich bleibt deine Menstruation zuerst einmal aus, wird dann unregelmäßig und findet schließlich ein Ende.

Weil die Wechseljahre eine große Hormonumstellung für deinen Körper bedeuten, muss er sich erst einmal darauf einstellen. Das kann sich in vielfältigen Symptomen ausdrücken. Am bekanntesten sind die Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Hitzewallungen. Aber auch Wassereinlagerungen, Schlafstörungen und Herzrasen sind möglich - und selbstverständlich Verdauungsprobleme. Dazu zählen Verstopfung, Blähungen und ein Völlegefühl im Oberbauch. Deshalb sind die Wechseljahre eine Phase deines Lebens, in der du die Beschwerden häufiger wahrnehmen wirst, als in anderen Phasen.

Warum leide ich während der Wechseljahre unter Völlegefühl?

Die Wechseljahre bringen deinem Hormonspiegel ganz schön durcheinander. Es besteht ein verblüffend enger Zusammenhang zwischen Östrogen (dem weiblichen Sexualhormon) und Cortisol (dem Stresshormon). Weil die Wechseljahre den Östrogenspiegel senken, geht also auch der Einfluss des Cortisols verloren. Cortisol ist verantwortlich für Stress, Gefühle und beeinflusst auch weitere Hormone. Adrenalin kann jetzt leichter ausgeschüttet werden und beeinträchtigt unter anderem die Funktion deines Verdauungstraktes. So entstehen das Völlegefühl im Oberbauch und andere Beschwerden.

Hormonumstellungen sind ein häufiger Auslöser für Völlegefühl. Es kommt auch während der Schwangerschaft oder im Rahmen des Prämenstruellen Syndroms (PMS) vor. Leidest du jedoch während der Wechseljahre unter Völlegefühl im Oberbauch, muss das nicht unbedingt an den Hormonen liegen. Frauen greifen während der Wechseljahre oft zu Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten, die dann als Nebenwirkung zu den Beschwerden führen.

tee im glas

Was du tun kannst, um dem Völlegefühl im Oberbauch zu entgehen

Völlegefühl entsteht vor allem dann, wenn du deine Verdauung durch die Art deiner Ernährung sehr belastest. Das kann sein, dass du zu wenig Ballaststoffe zu dir nimmst, oder große Portionen zu schnell isst. Aber auch andere Gewohnheiten können sich auf deine Verdauung auswirken, z.B. wenn du dich wenig bewegst, unter Stress leidest oder rauchst. Dein Verdauungssystem kann besser arbeiten, wenn du genug trinkst (30 bis 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht) und nach dem Essen einen kleinen, entspannten Spaziergang einlegst.

Um dem Völlegefühl im Oberbauch weiter vorzubeugen, kannst du deinen Magen wie folgt entlasten. Kaue sorgfältig und lasse dir Zeit beim Essen. So kann dein Körper seine ganze Energie auf die Verdauung richten und muss sich nebenbei um nichts kümmern. Gut durchgekautes Essen ist für den Magen außerdem leichter zu verarbeiten. Wenn du langsam isst, wirst du weniger Luft schlucken und entgehst so lästigen Blähungen.

Pflanzliche Hilfsmittel gegen Völlegefühl im Oberbauch

Ein Kräutertee, vor allem aus Fenchel oder Kümmel, kann Völlegefühl im Oberbauch und Blähungen lindern. Besonders gut macht er sich in Kombination mit Anis, Schafgarbe oder Pfefferminze. Zur Unterstützung kann eine Wärmflasche oder ein Tuch mit warmem Wasser deinen Bauch entspannen.

Auch ein Tee aus frischem Ingwer ist hilfreich. Wenn du möchtest, kannst du den Ingwer sogar pur kauen. Er enthält Gingerole, die den Verdauungstrakt entspannen und dafür sorgen, dass weniger Darmgase produziert werden.

Pflanzliche Bitterstoffe regen die Produktion von Magensaft an und fördern deine Verdauung. Dazu zählen zum Beispiel Arnika, Enzian und Tausendgüldenkraut. Dieselbe Wirkung gilt für Aloe-Vera-Saft aus dem Reformhaus. Jedoch solltest du den Saft nicht zu oft trinken, weil er durch die abführende Wirkung deinem Körper Nährstoffe entziehen kann.

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Wann sind die Wechseljahre nicht verantwortlich?

Aber Vorsicht: Vor allem wenn dein Völlegefühl zusammen mit Erbrechen auftritt, solltest du an eine Magen-Darm-Erkrankung denken. Magenschleimhautentzündungen werden beispielsweise durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Sie führen neben dem ungewöhnlich schnell eintretenden Völlegefühl auch zu Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit.

Das Völlegefühl im Oberbauch kann auch auf eine gestörte Magenentleerung zurückgeführt werden. Diese tritt zum Beispiel bei Diabetes oder Einnahme von Opiaten auf. Es kann auch an einem Reizmagen liegen. Reizmagen-Patienten nehmen Schmerz und Völlegefühl wahr, wenn ihre Magenschleimhaut durch Essen oder Medikamente gereizt wird. Im Falle von Erbrechen, Blut im Stuhl, Gewichtsabnahme oder Fieber solltest du in jedem Fall zu einem Arzt gehen.

Fazit: Völlegefühl im Oberbauch während der Wechseljahre

Die Wechseljahre bringen deinen Hormon-Haushalt ganz schön durcheinander. So gerät auch deine Verdauung etwas aus dem Gleichgewicht und das führt zum typischen Völlegefühl im Oberbauch. Das kannst du jedoch gut behandeln.

Neben Tees und pflanzlichen Mitteln helfen auch langsames Essen, sorgfältiges Kauen und ausreichend Bewegung, um deine Verdauung in Schwung zu halten. Du solltest in der Zeit besonders auf dich selbst achten und für Entspannung und genügend Schlaf sorgen. Auf Rauchen solltest du wenn irgendwie möglich verzichten. Wenn weitere Beschwerden wie Erbrechen oder Fieber zum Völlegefühl hinzukommen, solltest du zu einem Arzt gehen.

Liebe Grüße, Thea

Quellen:

https://www.thieme.de/de/gesundheit/macht-oestrogen-hektisch-113372.htm