Hör auf zu jammern! Das ist mein Appel an dich, egal in welcher Lebenslage du gerade bist. Dich zu beklagen, heulen oder vielleicht sogar zu nörgeln ist zu deinem Nachteil. Jammern hat weitreichende negative Konsequenzen 💥 und ist eine schlechte Angewohnheit 🙊. Meistens merkst du gar nicht, wie viel du so über den Tag jammerst. Ich will mit dir das Thema näher beleuchten.

Wer Jammert hier? Ich ganz bestimmt nicht!

Vielleicht kennst du eine der folgenden Situationen. Du triffst dich mit einem Freund, einer Freundin und dann geht es los mit: Du glaubst nicht was mir letztens passiert ist. Jemand hat mir einen Kratzer in die Tür gemacht. Oder der Verkehr war heute wieder schlimm! Im Anschluss kann man dann noch über den Nachbarn, die Kinder, den Chef, die Politik und natürlich über das schlechte Wetter sprechen. Ja genau, das ist ja nur eine Unterhaltung. NEIN. Das ist rumjammern auf höchstem Niveau. Auch sehr beliebt sind Krankheiten als Thema.

Weißt du, ich habe ja folgendes! Echt? Ja, das hatte ich auch schonmal, aber bei mir war es noch schlimmer. -(Alltagsgespräch)

Natürlich brauchst du keinen Partner zum Jammern, das geht auch sehr gut solo. Sitzt du manchmal vor dem Rechner und «bist genervt» von einer Kundenemail? Oder da gibt es die eine Aufgabe, auf die hast du auch gerade «keinen Bock». Vielleicht war dein Chef heute ungerecht, das ist ja wohl «zum Heulen».

Jammern ist nicht nur der Wolf im Schafspelz. Jammern ist ein Wolf mit einer ganzen Schafspelz Kollektion. -(André T.)

Natürlich kann sich das im ersten Moment gut anfühlen, wenn du diese ganzen negativen Gedanken mit jemandem teilen kann. Wahlweise sagst du es dir im Kopf, wie arm du eigentlich dran bist. Klar, du fühlst dich erleichtert. Vielleicht erhältst du Aufmerksamkeit, Zuwendung oder Trost. Das sind doch gute Gründe so zu bleiben wir du bist, oder?

Was ist die Ursache, dass du mit dem Jammern angefangen hast?

  • Du hast erlebt, dass andere dich trösten, wenn du ihnen dein Leid klagst. So hörst du positive, aufbauende Gedanken.
  • Dein Jammern hat sich im Laufe deines Lebens als Strategie bewährt, dass dein Umfeld dich erhört und dir unliebsame Aufgaben abgenommen werden.
  • Du hast die Aufmerksamkeit deiner Eltern nur bekommen, wenn du dich bemerkbar gemacht hast und das ist dir über das Jammern gelungen.
  • Deine Eltern haben dir immer dann, wenn du als Kinder gejammert hast, Zuwendung geschenkt. So wurdest du indirekt dafür „belohnt“, zu jammern.
  • Deine Eltern oder andere Bezugspersonen gehören auch zu den Menschen, die anderen gegenüber über ihr Elend klagen oder geklagt haben. So hast du es dir abgeschaut und tust es ihnen gleich.

Warum jammern auf lange Sicht schädlich für dich ist.

Wenn du dich beklagst oder jammerst, bedeutet das für dich, dass du dich selbst als Opfer siehst, oder dich in die Opferrolle hineinbegibst. Was wissen wir über Opfer? Opfer werden oft auf dem Altar geopfert. Opfer gehen einen persönlichen Verzicht ein, weil sie etwas opfern. Opfer erleiden von außen eingewirkten Schaden. Oder wie meine Klassenkameraden zu meiner Schulzeit gerne gesagt haben: Du Opfer! Was wohl so viel heißen sollte wie: du Schwächling, du Verlierer.

Jetzt musst du dich selbst fragen ob es dir Wert ist, dass dein Chef, dein Freund, deine Freundin dir kündigen (dich opfern). Du auf Freude, zusammen lachen und Spaß haben verzichten möchtest (etwas opfern). Du schlecht behandelt werden möchtest, weil es den Eindruck macht das das für dich okay geht (Opfer erleiden). Oder ob du einfach zukünftig auf der Gewinnerstraße fahren möchtest.

Nochmal mit anderen Worten, weil es so wichtig ist: Wenn du jammerst, dich beklagst oder nörgelst dann hinterlässt das Spuren an dir und deiner Umgebung.

Jammern ist Energieverschwendung.

Das Thema Energie ist super groß – ich gehe hier nur auf einen kleinen Teil ein. Stell dir vor, dass du, wie dein Smartphone, über eine gewisse Energie für den Tag verfügst. Ob du dein Smartphone nun tagsüber zum Telefonieren, Surfen, oder Chatten nutzt, ist dir überlassen. Genau so ist es mit der eigenen Energie. Du kannst sie nutzen, um eine Herausforderung zu lösen, Späßchen mit deinen Kollegen zu machen, dich über das gute Wetter zu freuen – oder eben nicht. Wobei das «eben nicht» hier sehr wichtig ist. Die Frage ist: womit hast du deinen Tag gefüllt? Vielleicht über den Kollegen gemeckert, das Problem auf der Arbeit nicht gelöst, weil viel zu anstrengend und abends nochmal ein bisschen Selbstmitleid, weil du noch kochen musst. All diese Aktionen kosten dich genau so viel Energie wie die anderen. Also hey – überleg dir doch gerne selbst, wofür deine Energie besser eingesetzt ist.

Beim Jammern liegt der Fokus falsch.

Kurz gesagt ist es so, dass wenn du jammerst, nörgelst, oder klagst, dann richtest du deinen Fokus auf die falsche Sachen. Nehmen wir nochmal das Beispiel Abends etwas kochen. Stell dir vor, du kommst also abends erschöpft aus der Arbeit und na klar du musst noch etwas Kochen. Entweder bist du gerade Solo und genervt, dass du immer für dich allein kochen musst. Oder du hast einen Partner, der mal wieder nicht gekocht hat. Es gibt also genug Gründe für negative Gedanken, Selbstmitleid und Jammern. Ich hoffe, du bist voll fokussiert, wie dreckig es dir in dieser Situation geht. Ich meine, du hattest gerade einen anstrengenden Tag und dann noch sowas. Wenn du nicht gerade schon Hunger hättest, dann wurdest du jetzt am liebsten 🤮. Das ist doch ein prima Fokus, oder nicht? Was dir dabei nur entgangen ist, ist die Tatsache, dass du etwas zu essen hast! Du kannst einfach ins Geschäft gehen und dir kaufen was du willst. Aus deinem Wasserhahn kommt permanent frisches Wasser (das du zum Kochen nutzen kannst). Du hast vier schöne Wände und ein Dach über dem Kopf. Eigentlich ist es gerade super entspannt, da du zuhause … also in deinem Zuhause angekommen bist. Wahrscheinlich wirst du von deiner Katze, deinem Partner oder der Stille begrüßt. Wow, wie gut es dir geht. Wow, was für ein prima Fokus. Wow, und wie lecker heute das Essen ist. Wow.

Welche positive Wirkung hat es, wenn du nicht mehr jammerst?

Ehrlich gesagt könnte ich noch viel mehr über die negativen Folgen von Jammern schreiben, aber auch ich möchte hier einmal den Fokus verschieben und meine Energie neu ausrichten. Falls du jetzt also beschließen solltest: vorbei mit Jammern! Her mit einer neuen jammerfreien Gewohnheit, dann passiert folgendes.

Als aller erstes wirst du bemerken, dass dich die Menschen in einer Umgebung anders wahrnehmen werden. Hey, wie gehts? Wie immer, bestens! Ach echt, wie immer? Na klar doch! Stück für Stück werden deine Kollegen, dein Chef, deine Freunde, deine Familie die Veränderung merken. Vielleicht werden Sie dich auch ansprechen und fragen, was los ist. Aber was sollte schon los sein, dir geht’s einfach gut. Es geht dir gut, weil du schon vor Tagen, vielleicht Wochen, angefangen hast dich auf die positiven Sachen in deinem Leben zu fokussieren. Statt dir zu denken – oh das und das muss noch erledigt werden, bist du jetzt dankbar, das alles so einfach ist. Dir stehen so viele Hilfsmittel zur Verfügung. Strom. Wasser. Seife. Internet. Computer und andere Menschen. Du gehst auch viel entspannter zur Arbeit. Das liegt daran, weil du seit einiger Zeit besser schläfst. Das liegt wiederum unter anderem daran, dass du voller Energie nach Hause gekommen bist. Natürlich hat dein Chef bemerkt, dass du in letzter Zeit deine Aufgaben besser erledigt bekommst und dich dafür gelobt. Langsam macht sich diese neue Gewohnheit in deinem Körper breit, immer mehr Synapsen in deinem Gehirn verbinden sich neu und bilden positive Gefühle. Diese positiven Gefühle erzeugen positive Ereignisse. Diese positiven Ereignisse ziehen wiederum positive Menschen an.

Was hier zu schön um wahr zu sein klingt, habe ich selbst getestet und kann bestätigen, dass es funktioniert.

Hier noch einige Tipps zum weniger Jammern.

  • Hör einfach auf. Anders gesagt – erwische dich dabei. [Unterbrich einfach das Jammern und sei dir nicht böse, dass es passiert ist.]
  • Lenke deinen Fokus absichtlich immer wieder auf Sachen die gut laufen. [Auch die kleinen Sachen, wie dass du die Spülmaschine ausgeräumt hast. Erfolg!]
  • Harv Eker sagt: „Jammern ist wie sich selbst die Kehle aufschlitzen“. [Denke an dieses Bild, wenn es mal wieder passiert.]
  • Meide Menschen, die nur jammern oder lenke das Gespräch in eine andere Richtung. [Wir machen oft unbewusst das was unser gegenüber macht.]
  • Übe dich in Dankbarkeit und mach dir klar, wofür du dankbar sein kannst. [Dankbarkeit blockiert negative Gedanken.]
  • Wenn du mit etwas in deinem Leben fundamental unglücklich bist, dann ändere es! [Ist einfach so. Ja, es ist anstrengend und ja du darfst davor Angst haben. Ändere es trotzdem.]
  • Bleib entspannt, wenn es nicht auf Anhieb klappt oder du rückfällig wirst. [Ich achte jetzt seit Jahren darauf, dass ich nicht jammere und trotzdem passiert es mir manchmal noch. Oder es gibt Phasen, in denen es sich wieder einschleicht. Kein Problem. Kurs wieder aufnehmen und weiter.]

Wenn du Fragen oder Lob hast, einfach kommentieren✏. Ansonsten freuen wir uns wenn du uns ein like 👍 gibst und den Beitrag mit anderen teilst 📧!

Beste Grüsse, André